Platon

Platon (Πλάτων) lebte von  428/427 bis 348/347 v. Chr. Er gilt zusammen mit Aristoteles (384 bis 322 v. Chr.) als einer der wichtigsten Philosophen, nicht nur der Antike, sondern überhaupt. Von besonderer Bedeutung für Platons Philosophie ist seine Theorie der Ideen. Ideen sind für Platon nicht bloße Vorstellungen, sondern vielmehr Urbilder all desjenigen, was konkret existiert. Durch die Idee (z.B. eines Baumes) können überhaupt Bäume erst existieren (in verschiedenen Ausgestaltungen, z.B. Eiche, Birke, Linde, …), und wir können durch die Idee erst die konkreten Bäume in der Welt erkennen. Ideen sind also nach Platon keine Abstraktionen von konkreten Vorkommnissen, sondern ihr eigentlicher Einheitsgrund. Die Idee des Guten ist unter allen Ideen besonders ausgezeichnet, weil sie wiederum deren Einheitsgrund ist. Platon behandelt seine Ideenlehre in drei berühmten Gleichnissen: Dem Sonnen-, Höhlen-, und Liniengleichnis in seinem Hauptwerk “Politeia”.

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