Kant

Immanuel Kant wurde 1724 in Königsberg (Ostpreußen) geboren und starb im Jahr 1804 ebenda. Er gilt als einer der bedeutendsten Philosophen der Aufklärung. Unterteilt man die Geschichte der Philosophie grob in drei Paradigmen – das ontologische (Antike und Mittelalter), das epistemologische (Neuzeit) sowie das sprachkritische (Moderne) – so ist er vor allem dem zweiten zuzuordnen, auch wenn sich ontologische und sprachkritische Aspekte in seinem umfangreichen Werk gleichermaßen finden. Kurz gesagt besteht Kants Anliegen darin, die traditionelle spezielle Metaphysik (metaphysica specialis), deren Gegenstände „Welt“, „Seele“ und „Gott“ sind, erkenntniskritisch zu reformulieren. Metaphysische und ontologische Gegenstände lassen sich demnach nicht unabhängig von dem Verhältnis thematisieren, in welchem das erkennende („transzendentale“) Subjekt zu ihnen steht.

Für das Verhältnis von “Sein” und “Sollen” ist vor allem Kants Kritik der praktischen Vernunft (1788) zentral. Darin versucht Kant nachzuweisen, dass reine Vernunft praktisch sein kann, dass also Normativität wirklich ist. Der Schlüssel zu seiner Normativitätstheorie ist der kategorische Imperativ. Dieser ergibt sich aus der Form der reinen praktischen Vernunft.

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