Wiki

Normativität

Eine Theorie ist dann normativ, wenn sie nicht nur Aussagen über das trifft, was (wie) ist, sondern was (wie) sein soll, also eine Wertung enthält. Es geht hier also um den Unterschied zwischen Deskriptivität/Faktizität auf der einen Seite und Präskriptivität auf der anderen. Der Satz “Die Erde ist eine Kugel” ist ein deskriptiver Satz. Der… weiterlesen »

Ontologie

Die Lehre vom Sein (griechisch: on).

Platon

Platon (Πλάτων) lebte von  428/427 bis 348/347 v. Chr. Er gilt zusammen mit Aristoteles (384 bis 322 v. Chr.) als einer der wichtigsten Philosophen, nicht nur der Antike, sondern überhaupt. Von besonderer Bedeutung für Platons Philosophie ist seine Theorie der Ideen. Ideen sind für Platon nicht bloße Vorstellungen, sondern vielmehr Urbilder all desjenigen, was konkret… weiterlesen »

Hume

David Hume (1711-1776) ist einer der bedeutendsten “britischen Empiristen” und war ein schottischer Philosoph der Aufklärung. Seine Philosophie ist insofern empiristisch, als ihrzufolge nur dann informatives (“synthetisches”) Wissen erzielt werden kann, wenn dieses auf einfache Erfahrungen (“Perzeptionen”) mittelbar oder unmittelbar zurückgeführt werden kann. Das Vermögen der Vernunft ist demnach sowohl theoretisch als auch praktisch von… weiterlesen »

Moore

George Edward Moore (1873-1958) war ein englischer Philosoph. Er zählt zusammen mit Bertrand Russell und Ludwig Wittgenstein zu den angelsächsischen Begründern der analytischen Philosophie, die sich vor allem mit der logischen und sprachliche Struktur von philosophischen Problemen befasst. Bekannt ist Moore für seine These des naturalistischen Irrtums bzw. Fehlschlusses  (“naturalistic fallacy”), demzufolge es nicht möglich… weiterlesen »

Jonas

Hans Jonas (* 10. Mai 1903 in Mönchengladbach; † 5. Februar 1993 in New York City)  studierte in Freiburg u.a. bei den Phänomenologen Edmund Husserl und Martin Heidegger. In der Zeit des Nationalsozialismus verließ er Deutschland und wanderte nach London aus. Später lehrte er in Kanada und den USA, vor allem an der New School… weiterlesen »

Kant

Immanuel Kant wurde 1724 in Königsberg (Ostpreußen) geboren und starb im Jahr 1804 ebenda. Er gilt als einer der bedeutendsten Philosophen der Aufklärung. Unterteilt man die Geschichte der Philosophie grob in drei Paradigmen – das ontologische (Antike und Mittelalter), das epistemologische (Neuzeit) sowie das sprachkritische (Moderne) – so ist er vor allem dem zweiten zuzuordnen,… weiterlesen »

Foot

Philippa Ruth Foot (* 3. Oktober 1920 in Owston Ferry, Lincolnshire; † 3. Oktober 2010 in Oxford, Oxfordshire) war eine britische Philosophin und zählte zu den Begründern der gegenwärtigen Tugendethik. Ihre Moralphilosophie ist wesentlich von Aristoteles beeinflusst. Sie vertritt die These, dass das moralisch Gute und Böse sich in Analogie zu moralischen Kategorien verstehen lässt…. weiterlesen »

Nietzsche

Friedrich Nietzsche wurde 1844 in der damaligen preußischen Provinz Sachsen als Sohn eines protestantischen Theologen geboren. Er studierte erst klassische Philologie, machte sich dann aber als philosophischer Schriftsteller selbständig. Nietzsches Philosophie ist nicht streng systematischer Art wie diejenige Kants, sondern aphoristisch, also in pointierten Gedankensplittern dargelegt. Er starb im Jahr 1900, nachdem er lange an einer physischen… weiterlesen »

Immanuel Kants Moralbegriffe und seine Grundlegung zur Metaphysik der Sitten

Schlägt man den Begriff „Moral“ nach, so findet man im Duden eine Definition, laut der Moral die „Gesamtheit von ethisch-sittlichen Normen, Grundsätzen, Werten, die das zwischenmenschliche Verhalten einer Gesellschaft regulieren, die von ihr als verbindlich akzeptiert werden“ (Carstens 2016). Kant jedoch definiert die moralische Handlung bzw. die Moral wie folgt: „Es ist überall nichts in der… weiterlesen »

Die Bedeutung der Idee des Guten für Erkenntnis und Sein

1.Die Bedeutung der Idee des Guten für das Sein Zuerst müssen wir uns dazu die Frage stellen, warum etwas nach Platon überhaupt ist. Wie bereits im Sitzungsprotokoll vom 24.10.2016 erwähnt, sind die Ideen der Ursprung allen Seins. Nun gibt dieses Theorem aber noch nicht die Lösung zu der Frage, warum etwas ist, sondern verschiebt nur… weiterlesen »

Nietzsche, Platon und die Sophisten. Am Beispiel des platonischen Dialogs “Gorgias”

I. Während Nietzsche ausgiebig über sein Verhältnis zu Platon und dem platonischen Sokrates geschrieben hat, finden sich Stellungnahmen zu den antiken Sophisten, zumal in seinen veröffentlichten Werken, beinahe gar nicht. Dieses Ungleichgewicht spiegelt sich auch in der Forschung wider, sodass bisher vergleichsweise spärlich zu Nietzsche und den Sophisten publiziert worden ist. Feststeht, dass in Nietzsches… weiterlesen »

David Hume: Begriffsklarheit als Minimalbedingung für Wahrheit bei der Theorieauslegung

Ziel meiner Arbeit Für diesen wiki-Artikel habe ich mir drei Ziele gesetzt, 1. Abgestützt auf Hume´s Originaltext, zu beweisen, dass David Hume die Vernunft (reasoning) den Verstandestätigkeiten (acts of understanding) unterordnet, um so auf die fundamentale Bedeutung von Begriffsklarheit bei der Theorie-Auslegung hinzuweisen, 2. Die Bedeutung der wichtigsten Begriffe von David Hume in freier Rede darzustellen, und… weiterlesen »

David Hume: Neurobiologischer Konstruktivismus in der science of man

Ziel meiner Arbeit Für diesen wiki-Artikel habe ich mir drei neue Ziele gesetzt, 1. Ich stelle das Selbstkonzept vor, und zeige auf, wie die unterschiedlichen Denkenden Instanzen (alle) des identitären ICH miteinander interagieren, 2. Die drei denkenden Hauptdarsteller des identitären ICHs, die Einbildungskraft, sowie, das Vorstellungsvermögen und die Urteilskraft, stelle ich ausführlich vor und zeige… weiterlesen »

David Hume: Normative Ethik statt deskriptive Anthropologie

Ziel meiner Arbeit In diesem wiki-Artikel geht es erstmalig um die Normativitaet, die ja bekannter Maßen, das Motto für unser Seminar darstellt. Auch diesmal habe ich mir drei Ziele gesetzt, 1. Ich erinnere noch kurz den Grund, warum die science of man zuerst vorgestellt werden musste, wenn man, die normative Ethik David Hume´s verstehen können… weiterlesen »

David Hume: Stoische (EPIKTET) und peripatetische (ARISTOTELES) Teleologie

Einordnung meiner bisherigen Arbeit In diesem wiki-Artikel David Hume geht es, das dritte, und letzte Mal, um die Normativitaet die bekannter Maßen, das Motto für, unser Seminar darstellt. Die bisher vorgestellten Erkenntnisbereiche, befassten sich, mit: 1. Der Erkenntnistheorie Hume´s Fork, 2. Der Deskriptiven Anthropologie Science of Man, 3. Der Konstituierten Normativitaet Metaethischer Kontraktualismus, 4. Der… weiterlesen »

Die reine praktische Vernunft nach Immanuel Kant

Zunächst würde ich gerne einen kurzen Überblick zu Immanuel Kant geben. Er ist am 22.4.1724 in Königsberg, Preußen geboren und am 12.2.1804 ebenfalls in Königsberg gestorben. Der deutsche Philosoph war im Zeitalter der Aufklärung tätig und befasste sich, viel mit den Themen der Ethik, der Moral sowie mit anderen zeitnahen und zentralen Fragen. Typisch für… weiterlesen »

David Hume: Kompatibilismus, oder Schwacher Determinismus

Vorgeschichte zu diesem Beitrag Der sog. Kompatibilismus (schwacher Determinismus) wurde von mir, schon im wiki-Artikel David Hume (2ter Ordnung) kurz vorgestellt, der sich mit David Humes, deskriptiver Anthropologie Science of Man befasst hatte. Diese Kurzvorstellung, wurde von mir, durch (optisch) abgesetzte Zitate von Prof. Dr. Gerhard Roth (Bremen), textbegleitend kommentiert. Der in seiner eigenen Konklusion,… weiterlesen »

Herrenmoral bei Nietzsche

Nietzsche unterzieht die Vorstellung universal gültiger Moral der kritischen Prüfung. Stattdessen seien Moralvorstellungen abhängig von der Kultur, die sie vertritt. Die Begriffe des „Guten“ oder „Bösen“ werden somit zu einem anthropologischen (statt einem theologischen) Problem. Dennoch kann das Projekt jede Moral als Version, und damit Normativität als pluralistisch zu beschreiben, eine neue Sichtweise auf die… weiterlesen »

Naturalistischer Fehlschluss nach Moore

Die Suche nach einer Definition dafür was gut sein soll, hat Philosophiegeschichte lange Tradition. Die Vorstellungen reichen dabei von Tugenden, über Pflicht, eine innere Einstellung bis hin zum Glücklichsein.  Doch laut G. E. Moore begehen wir eine einen Fehlschluss, wenn wir davon ausgehen „gut“ so beschreiben zu können. Gut ist laut G E. Moore nicht… weiterlesen »

David Hume: Der naturalistische Fehlschluss, von G. E. Moore (1/aus zwei)

Ziel meiner Arbeit In diesem wiki-Artikel, und im darauffolgenden zu David Hume, möchte ich, mich eingehend mit dem Naturalistischen Fehlschluss befassen. Der zum einen, in unserem Seminar, sehr lange das zentral und dominant vor-herrschende (Diskussions-)Thema gewesen war, und der zum anderen, in der Rezeptionsgeschichte zu David Hume, in gewisser Hinsicht eine sehr merkwürdige Rolle spielt, oder zumindest,… weiterlesen »

David Hume: Der naturalistische Fehlschluss, von G. E. Moore (2/aus zwei)

Ziel meiner Arbeit In diesem zweiten Teil, meines wiki-Artikels zu David Hume, mit dem Thema: Der Naturalistische Fehlschluss von G. E. Moore. Geht es nicht mehr, um G. E. Moore selbst, oder um Besonderheiten des Naturalistischen Fehlschlusses, direkt, sondern nur noch, um die Rezeptionsgeschichte in Zusammenhang zu David Hume. Dass David Hume, weiter, als jeder… weiterlesen »

Immer in Form bleiben – das emphatische Ja alles lebendigen Seins zu sich selbst. Zur Theorie des Lebens bei Hans Jonas.

Die Ethik der Verantwortung, die Hans Jonas entwickelt hat, misst dem Leben einen besonderen Wert zu, durch den die Forderung zum Erhalt der Lebewesen und der Natur im Ganzen nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für künftige Generationen abgeleitet wird. Um die Argumentation dieser Ethik zu verstehen, ist es unerlässlich, sich über Jonas` Theorie… weiterlesen »

Die Autarkie des Guten bei Nietzsche

Ihren Geltungsanspruch bezieht die Herrenmoral aus dem „typischen Charakterzug“ des Guten. Doch worin besteht dessen Unabhängigkeit und warum ist diese Zeichen für Überlegenheit? Wodurch zeichnet sich ein derartiger Charakter aus? Er ist spontan, impulsiv, aktiv, schaffend, positiv, authentisch, unabhängig, überlegen, aber hauptsächlich lässt sich die Autarkie des Guten 1. von seinem wertfreien Blick nach Außen… weiterlesen »

Der Kategorische Imperativ in der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten (1785)

Immanuel Kants Grundlegung zur Metaphysik der Sitten (GMS) zählt seit über 200 Jahren zu den klassischen Werken der Ethik. Im 18. Jahrhundert leistete seine Moralphilosophie einen entscheidenden Beitrag für die Beförderung zur Entwicklung einer deontologischen Ethik. So gilt sie heute als eine der wichtigsten moralphilosophischen Strömungen neben der Tugendethik und dem Konsequentialismus. An Kants Moralphilosophie… weiterlesen »

Hume: Gefühl und Vernunft

„Der Unterschied zwischen Gefühl und Vernunft im Einfluss bzgl. moralischer Beurteilung, Begründung und Motivation“ Viele beschäftigen sich mit der Frage „Was ist gut?“, andere mit der Frage „Was ist schlecht?“. Philosophen, die das tun, betrachten verschiedene Gegenstände und versuchen, anhand von vorher festgelegten Kriterien, diesen Gegenständen einen moralischen Wert zuzuordnen. Mein in diesem Essay behandelter Autor… weiterlesen »

Philippa Foot – Natural Goodness

Philippa Ruth Foot (* 3. Oktober 1920 in Owston Ferry, Lincolnshire; † 3. Oktober 2010 in Oxford, Oxfordshire) war eine britische Philosophin und zählte zu den Begründern der gegenwärtigen Tugendethik. Ihre Moralphilosophie ist wesentlich von Aristoteles beeinflusst. Sie vertritt die These, dass das moralisch Gute und Böse sich in Analogie zu moralischen Kategorien verstehen lässt…. weiterlesen »

Platon: Die Idee des Guten

Die Idee des Guten ist Teil der Ideenlehre Platons. Die Ideenlehre wiederum ist weniger eine abgeschlossene Theorie, als vielmehr eine Art Konzept, das sich über mehrere Werke Platons erstreckt. Innerhalb der Ideenlehre nimmt die Idee des Guten eine Sonderstellung ein, denn sie steht über allen Ideen. Welchen ontologischen Charakter die Idee des Guten hat ist… weiterlesen »

Kants Faktum der Vernunft

Was versteht Kant unter einem „Faktum der Vernunft“? Was heißt es, dass das moralische Bewusstsein ein „Faktum der Vernunft“ ist?   Faktum (von lat. Facere, facio, feci, factum = machen, tun, handeln) bedeutet wörtlich übersetzt „das Gemachte/Getane“. Die Sinngemäße Übersetzung laut Duden: etwas, was tatsächlich, nachweisbar vorhanden, geschehen ist; [unumgängliche] Tatsache. Im Kantschen Kontext ist… weiterlesen »

David Hume(2): Neurobiologischer Konstruktivismus in der Science of Man

Ziel meiner Arbeit Für diesen wiki-Artikel habe ich mir drei neue Ziele gesetzt, 1. Ich stelle das Selbstkonzept vor, und zeige auf, wie die unterschiedlichen Denkenden Instanzen (alle) des identitären ICH miteinander interagieren, 2. Die drei denkenden Hauptdarsteller des identitären ICHs, die Einbildungskraft, sowie, das Vorstellungsvermögen und die Urteilskraft, stelle ich ausführlich vor und zeige… weiterlesen »

David Hume(5): stoische Prohairesie (EPIKTET), oder peripatetische Teleologie (ARISTOTELES)

Einordnung meiner bisherigen Arbeit In diesem wiki-Artikel David Hume geht es, das dritte, und letzte Mal, um die Normativitaet die bekannter Maßen, das Motto für, unser Seminar darstellt. Die bisher vorgestellten Erkenntnisbereiche, befassten sich, mit: 1. Der Erkenntnistheorie Hume´s Fork, 2. Der Deskriptiven Anthropologie Science of Man, 3. Der Konstituierten Normativitaet Metaethischer Kontraktualismus, 4. Der… weiterlesen »

David Hume(7): Kompatibilismus, oder Schwacher Determinismus

Vorgeschichte zu diesem Beitrag Der sog. Kompatibilismus, wurde von, mir, schon im wiki-Artikel David Hume (2) kurz vorgestellt, der sich mit David Humes, deskriptiver Anthropologie Science of Man befasst hatte. Diese Kurzvorstellung, wurde von mir, durch (optisch) abgesetzte Zitate von Prof. Dr. Gerhard Roth (Bremen), textbegleitend kommentiert. Der in seiner eigenen Konklusion, zum Limbischen System,… weiterlesen »

David Hume(8): Der naturalistische Fehlschluss (1/aus zwei)

Ziel meiner Arbeit In diesem und im nachfolgenden wiki-Artikel, zu David Hume, möchte ich mich eingehend, mit dem Naturalistischen Fehlschluss befassen. Der zum einen, in unserem Seminar, sehr lange das dominant vor-herrschende (Diskussions-)Thema gewesen ist, und der zum anderen, in der Rezeptionsgeschichte zu David Hume in gewisser Hinsicht, eine sehr merkwürdige Rolle spielt, oder zumindest,… weiterlesen »

Sidebar